Unser Ansatz – Draußenspiel

Wärmende Sonnenstrahlen, Wind im Haar, Regen, der eine Wiese in eine Rutschbahn verwandelt. Gut verpackt in Mütze, Schal und Schneeanzug trotzen wir selbst den Minusgraden im Winter, bei Wind und Wetter zieht es uns nach draußen. Dort finden die einen die ihnen notwendige Ruhe und den erforderlichen zeitweiligen Abstand von der Lebhaftigkeit des Kitatreibens, während sie in der Sandkiste selbstvergessen eigene, kleine Welten entstehen lassen. Andere  genießen es, Lärm schlagen und wilde Verfolgungsjagden veranstalten zu können, während sie ihre selbstersonnenen Raumfahrten, Präriegeschichten und Südseeabenteuer inszenieren. Und alle haben Spass an der Bewegung. Denn draußen gibt es viel Raum und Gelegenheit, frei und nach Herzenslust herumzutollen, die eigenen Kräfte zu erproben und angestaute Lebensenergie loszuwerden. Wir springen, hüpfen, klettern, laufen um die Wette, kullern übereinander. Wer schaukelt am höchsten? Wer kann über den am Boden liegenden Baumstamm balancieren, ohne herunterzufallen? Wer dreht sich am längsten? Manchmal ist zuletzt oben unten und unten ist oben. Dann bleiben wir einfach auf dem Rücken im Gras liegen und lachen aus vollem Halse, während sich über uns die Baumkronen und die Wolken drehen.

Und nirgendwo sonst gibt es eine so große Bühne für all die Präriegeschichten, Ritterturniere, Detektivgeschichten und Südseeabenteuer, die wir gemeinsam ersinnen.

Nirgendwo sonst sind die Materialien und Formen, die zur Verfügung stehen, so verschiedenartig und ihre möglichen Gebrauchsweisen so variabel.

Jedes Kind ist einzigartig, und es hat seine je besonderen Begabungen, Vorlieben und Bedürfnisse. Der Welt begegnet das Kind mit offenen Augen und unverstelltem Sinn. Es will lernen, will verstehen. Denn es will wissen, was es umgibt und wie alles zusammenhängt, es will wissen, wer es ist, wohin es gehört und was es aus eigener Kraft bewirken kann. Dabei braucht das Kind unsere begleitende Fürsorge und unsere Zuwendung, muss es in manchem bestärkt und unterstützt werden und in anderer Hinsicht Grenzen gesetzt bekommen. Begrenzt sind allerdings auch die Möglichkeiten unserer pädagogischen Einflussnahme. Denn in seinem innersten Erleben, seinem Wesenskern, ist das Kind ganz es selbst. Was und wie es wahrnimmt, welche Wirkungen seine Erfahrungen auf es haben und was ein Kind später erinnern wird, können andere nur bedingt beeinflussen.

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